Veröffentlicht in der "Schlesischen Bergwacht", August 2003.
Eingereicht von Herrn Karl-Heinz Drescher

Krummhübel einst und jetzt

Der Bahnhof

von Karl-Heinz Drescher, Leipzig

Liebe alte Riesengebirgsbahn...... so lautet die Überschrift eines Beitrages von Dr. Hans Reitzig, anlässlich ihres 60. Geburtstages im Jahr 1955, veröffentlicht in der Chronik von Krummhübel.

Daran wurde ich erinnert, als in der "Schlesischen Bergwacht" vom Mai 2003 unser Bahnhof von Krummhübel auf dem Titelbild abgebildet war. Dieses alte Bild zeigt den Bahnhof von 1925. In meinem Besitz befindet sich eine Ansichtskarte, die den Bahnhof nach seiner Einweihung am 01. Juli 1895 zeigt. Das Treiben auf dem Bahnhofsvorplatz war zwar, genau wie der Bahnhof, bescheidener als nach 1925, als der Fremdenverkehr eine Blütezeit erreicht hatte, zeugt aber schon vom zunehmenden Urlauberansturm, der den Bau der Riesengebirgsbahn notwendig machte. Dr. Hans Reitzig schrieb seinerzeit etwas ironisch, "und der Krummhübler "Hauptbahnhof", flachdächig und bescheiden, wie ein Aschenbrödel, hätte ebenso gut in Timbuktu (Mali in Westafrika) stehen können oder auch in Södrich (kleines Dorf im Riesengebirge) ..." dennoch war ein jahrzehntelanger Traum in Erfüllung gegangen. Krummhübel und Brückenberg waren nun "schienenmäßig" mit der Welt verbunden.

Der Bahnhof von Krummhübel stand auf Querseiffener Flur und sollte eigentlich weiter oben am Ende der Neuhäuser, unterhalb vom Hotel "Goldener Frieden" stehen. Allein Gustav Exner, der energische, als auch weitsichtige, vor allem aber sehr geschäftstüchtige und einflussreiche Besitzer vom Hotel "Schneekoppe", aber auch sein Namensvetter vom "Gerichtskretscham" wussten das zu verhindern.

Letztlich sollten die Gäste nach "oben" und damit an beiden Hotels vorbei gehen. Das war auch im Interesse der Hotelbesitzer und Pensionswirte von Nieder-Krummhübel.

Angefangen hatte eigentlich alles schon im Jahr 1874, als man in Berlin über ein Bahnprojekt im Riesengebirge sprach, das von Schmiedeberg über Forstlangwasser bis zur Riesenbaude am Fuße der Schneekoppe führen sollte.

1889 stand dann der Bau einer Zahnradbahn auf die Schneekoppe im Mittelpunkt von Erörterungen. Die Linie sollte von Warmbrunn aus über Giersdorf, Seidorf, Oberzillerthal und Mittel-Arnsdorf nach Krummhübel führen. Von Krummhübel aus sollte dann die eigentliche Zahnradbahn bis zum Koppenkegel führen.

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